Lösungen für Toilettenprobleme
Eine unglaubliche Menge Menschen auf der Welt leben in mangelnden hygienischen Zuständen, insbesondere was den Sanitärbereich angeht.
Dabei gibt es sehr gute Möglichkeiten, mit einfachen Mitteln und zu sehr günstigen Konditionen Abhilfe zu schaffen. Mögliche Lösungsansätze für Toiletten lassen sich grob in 3 Teilbereiche aufteilen
- Wasserspartoiletten
- Separation der Stoffe
- Trockentoiletten
Je nach Aufgabenstellung und Einsatzgebiet lassen sich hier nachhaltige Lösungen realisieren, die darüber hinaus noch wertvolle "Nebenprodukte" wie Humus oder Flüssigdünger liefern.
Beispiel Rottebehälter
Der Rottebehälter ist die 1.Stufe der Abwasserklärung. In ihm werden die Feststoffe aus dem Abwasser herausgefiltert. Er ist eine Alternative zu den herkömmlichen Mehrkammergruben.
Das Abwasser wird in ihm mechanisch und zum Teil biologisch vorgereinigt. Die Feststoffe verrotten und können nach 1 1/2 - 2 Jahren als Kompost geerntet werden. Der Kompost kann dann zur Bodenverbesserung auf dem Grundstück verwendet werden. Die Nährstoffe werden da wiederverwendet, wo sie anfallen. Genauso wie das gereinigte Abwasser vor Ort zur Bewässerung wieder genutzt werden kann.
Vorteile eines Rottebehälters gegenüber einer 3-Kammer Grube
- Kein Geruch von Rottegut und Wasser
- Keine Schlammabfuhr
- Rückgewinnng von Nährstoffen direkt vor Ort
- Abwasser bleibt im sauerstoffreichen Zustand
- Kleinere Abmessungen
- Leichter Transport und Aufbau vor Ort
- Geringste Kosten
- Inselbetrieb ohne Einsatz von Energie möglich
Beispiel in Berlin
Linkes Bild: Blick vom Dach des Hauses. Links ist eine Pflanzenkläranlage (PKA) gebaut worden, die gleichzeitg als Blickschutz für den Garten dient. Die PKA bereitet das aus dem Rottebehälter austretende Abwasser auf. Das so gereinigte Abwasser läuft nur durch Schwerkraft über eine Beschönungsstrecke (offener kleiner Rinnsal) in einen Teich. Die Beschickung der PKA erfolgt in diesem Fall über eine Pumpe. Lösungen die ohne Pumpen auskommen sind ebenso realisierbar. Der Rottebälter ist unterirdisch angebracht. Wichtig: Der Rottebälter muß ausreichend belüftet werden!!
Zweites Bild von links: Aus dem Abwasserrohr kommen alle Abwässer des Hauses. Also auch Toilettenpapier, Waschmaschine, Dusche, Küche etc. Diese Grube ist durch eine passive Be- und entlüftung absolut geruchsfrei.
Zweites Bild von rechts: Der Rottebehälter wird aus der Grube gehoben. Dies passiert je nach Füllstands des Rottebehälter, meist wenn 2/3 befüllt sind. Durch die Entwässerung und Abbauprozess der Abfallstoffe findet eine Volumenreduktion statt, sodass lange Entleerungsintervalle möglich sind.
Rechtes Bild: Der Inhalt des Rottebehälters wird als Kompost nochmals einige Zeit gelagert, bevor es ohne weitere Behandlung wieder im Garten verwendet wird.
Einsatzmöglichkeiten von Rottebehälter
Ideal sind solche System einzusetzen in Finkas, alleinstehenden Villen oder Häusern ohne Abwasseranschluß. Gerade wenn Häuse nicht das gesamte Jahr bewohnt sind, benötigen solche Systeme kaum Pflege oder Wartung. Wenn nur Schwarzwasser, also Abwassser aus Toiletten von anderem Abwasser getrennt gesammelt und über Rottebehälter entsorgt werden soll, sind extrem lange Intervalle möglich. Somit sind Systeme mit Rottebehälter günstiger und ökologisch sinnvoller als das teure Abpumpen von z. B. Sickergruben.
Der Einbau von geeigneten Rottebehältern ist denkbar einfach und günstig. Lediglich eine Baugrube mit einer Betongrundplatte und Restwasserabfluß wird benötigt, um einen fertigen Rottebehälter hineinzustellen. Ein Anschluß an die Abwasserleitung und eine geeignete Abdeckung oberhalb des Rottebehälters bzw. Baugrube ist alles was benötigt wird.






